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eVB für Wohnmobil & Anhänger 2026

Camper anmelden oder Anhänger zulassen? Beide Fahrzeuge brauchen eine eigene Kfz-Haftpflicht und damit eine eigene eVB-Nummer — hier lesen Sie, wie es geht.

Schritt-für-Schritt
6 Min. Lesezeit
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SSL-verschlüsselt · DSGVO-konform
eVB sofort per E-Mail
Stand: Mai 2026Redaktion eVB-Nummer Online
Methodik & Datenquellen

Das Wichtigste in Kürze

Das Wichtigste in Kürze

  • Wohnmobile und Anhänger sind eigenständig zulassungspflichtig — jedes Fahrzeug braucht eine eigene Kfz-Haftpflicht und eine eigene eVB-Nummer.
  • Anhänger sind nicht automatisch über das Zugfahrzeug versichert: Dessen Haftpflicht deckt nur Schäden, solange der Anhänger angekuppelt ist.
  • Auch der kleine 750-kg-Anhänger mit eigenem Kennzeichen braucht eine eigene Anhänger-Haftpflicht — sie kostet meist nur einen zweistelligen Euro-Betrag pro Jahr (je nach Anbieter).
  • Beim Wohnmobil richtet sich der Beitrag u. a. nach zulässigem Gesamtgewicht und Aufbauart; viele Camper fahren mit Saisonkennzeichen.

Grundsatz: Jedes Fahrzeug braucht eine eigene eVB

Wohnmobile und Anhänger sind in Deutschland eigenständig zulassungspflichtige Fahrzeuge. Das bedeutet: Für jedes von ihnen brauchen Sie eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung — und damit für die Zulassung jeweils eine eigene eVB-Nummer. Eine eVB gilt immer nur für genau ein Fahrzeug; die eVB Ihres Pkw oder Zugfahrzeugs können Sie nicht für den Anhänger „mitverwenden".

Ein weit verbreiteter Irrtum: „Mein Anhänger ist doch über das Auto mitversichert." Das stimmt nur zur Hälfte. Die Haftpflicht des Zugfahrzeugs deckt Schäden, die der Anhänger verursacht, nur solange er angekuppelt ist. Sobald der Anhänger abgekuppelt steht — etwa auf dem Parkplatz wegrollt — greift die eigene Anhänger-Haftpflicht. Und genau diese eigene Police ist es auch, die die eVB-Nummer für die Zulassung des Anhängers liefert.

Merksatz: Zugfahrzeug, Wohnmobil und Anhänger = drei Fahrzeuge, drei Haftpflicht-Verträge, drei eVB-Nummern. Die gute Nachricht: Jede eVB kommt nach dem Abschluss in der Regel sofort per E-Mail.

eVB-Nummer für das Wohnmobil: Ablauf und Besonderheiten

Der Weg zur Wohnmobil-eVB ist derselbe wie beim Pkw: Sie schließen eine Kfz-Haftpflicht für das Wohnmobil ab, erhalten die 7-stellige eVB-Nummer per E-Mail und melden das Fahrzeug damit bei der Zulassungsstelle oder online per i-Kfz an. Einige Besonderheiten sollten Sie aber kennen:

  • Einstufung nach Gewicht und Aufbauart: Der Beitrag richtet sich beim Wohnmobil u. a. nach dem zulässigen Gesamtgewicht (z. B. bis 3,5 t oder darüber) und der Aufbauart (Kastenwagen, Teilintegrierter, Vollintegrierter, Alkoven). Geben Sie diese Daten im Vergleich korrekt an.
  • Saisonkennzeichen sehr verbreitet: Viele Camper nutzen ihr Wohnmobil nur von Frühjahr bis Herbst. Mit einem Saisonkennzeichen zahlen Sie Versicherung und Steuer nur für den gewählten Zeitraum — die eVB-Nummer brauchen Sie dafür genauso.
  • Kasko wegen hoher Fahrzeugwerte: Wohnmobile sind teuer — Voll- oder Teilkasko ist deshalb für viele Halter sinnvoll. Wichtig zu wissen: Das Inventar (Campingmöbel, Geschirr, Elektronik) ist über die Kasko meist nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt — dafür kommen je nach Anbieter eher die Hausratversicherung oder spezielle Camping-Zusatzbausteine in Frage. Prüfen Sie die Bedingungen Ihres Tarifs.

Für die eVB selbst spielt die Kasko-Frage übrigens keine Rolle: Die eVB bestätigt der Zulassungsstelle nur die Haftpflicht — Kasko können Sie im selben Vertrag mit abschließen, sie ist aber keine Zulassungsvoraussetzung.

eVB-Nummer für den Anhänger: auch für 750-kg-Anhänger

Jeder Anhänger mit eigenem Kennzeichen braucht für die Zulassung eine eigene eVB-Nummer — das gilt ausdrücklich auch für den kleinen, ungebremsten 750-kg-Anhänger hinterm Familienauto. Die Anhänger-Haftpflicht ist die Police, die dahintersteht: Sie deckt Schäden durch den ruhenden bzw. abgekuppelten Anhänger und macht die Zulassung überhaupt erst möglich.

  • Günstige Beiträge: Eine Anhänger-Haftpflicht kostet je nach Anbieter, Anhängertyp und Gesamtgewicht meist nur einen zweistelligen Euro-Betrag pro Jahr (Marktspanne, kein Festpreis).
  • Optionale Kasko gegen Diebstahl: Anhänger — insbesondere Wohnwagen, Pferde- und Bootsanhänger — sind ein beliebtes Diebstahlziel. Eine Teilkasko für den Anhänger sichert Diebstahl und weitere Gefahren ab; für hochwertige Anhänger ist sie eine Überlegung wert.
  • Ausnahme ohne Zulassung: Bestimmte land- und forstwirtschaftliche Anhänger (erkennbar am grünen Kennzeichen bzw. zulassungsfrei mit Wiederholungskennzeichen) sind von der Zulassungspflicht ausgenommen — für die meisten privaten Anhänger gilt das aber nicht.

Pkw, Wohnmobil und Anhänger im Vergleich

KriteriumPkwWohnmobilAnhänger
Haftpflicht Pflicht?JaJaJa (eigene Anhänger-Haftpflicht)
Eigene eVB nötig?JaJaJa, wenn zulassungspflichtig
Typisches KennzeichenStandard, ggf. E- oder H-KennzeichenStandard oder SaisonkennzeichenStandard; grünes Kennzeichen bei Land-/Forstwirtschaft
BesonderheitSF-Klassen bestimmen den Beitrag maßgeblichEinstufung nach Gesamtgewicht und Aufbauart; Inventar gesondert absichernZugfahrzeug-Haftpflicht deckt nur den angekuppelten Betrieb; Tempo-100-Plakette möglich

Vereinfachte Übersicht für private Halter; im Einzelfall gelten die Bedingungen des jeweiligen Versicherers und der Zulassungsbehörde (Stand: Juli 2026).

Tempo-100-Zulassung für Anhänger

Gespanne dürfen auf deutschen Autobahnen grundsätzlich nur 80 km/h fahren. Mit der Tempo-100-Plakette am Anhänger sind 100 km/h erlaubt — dafür müssen in Grundzügen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Geeignetes Zugfahrzeug — u. a. mit ABS und passendem Verhältnis von Anhängergewicht zu Leergewicht des Zugfahrzeugs
  • Anhänger-Bedingungen — z. B. geeignete Reifen (Alterslimit, Geschwindigkeitsindex) und je nach Gespann hydraulische Stoßdämpfer
  • Antrag bei der Zulassungsbehörde — die Tempo-100-Genehmigung wird eingetragen, die Plakette am Heck des Anhängers angebracht

Die genauen technischen Anforderungen hängen vom konkreten Gespann ab — Details nennen die Zulassungsbehörde oder die Prüforganisationen. Auf die eVB-Nummer hat die Tempo-100-Zulassung keinen Einfluss; sie kommt zur normalen Zulassung hinzu.

Schritt-für-Schritt: Anhänger anmelden mit eVB

  1. Anhänger-Haftpflicht abschließen — online beim Versicherer oder über einen Kfz-Versicherungsvergleich; die eVB-Nummer kommt in der Regel sofort per E-Mail.
  2. Unterlagen zusammenstellen — eVB-Nummer, CoC-Papier bzw. Betriebserlaubnis oder Zulassungsbescheinigung Teil I und II, Personalausweis, bei gebrauchten Anhängern ggf. Nachweis der gültigen Hauptuntersuchung (HU).
  3. Termin bei der Zulassungsstelle oder i-Kfz — je nach Bezirk können Sie den Anhänger auch online über die i-Kfz-Zulassung anmelden.
  4. Kennzeichen prägen lassen und anbringen — der Anhänger bekommt sein eigenes Kennzeichen; auf Wunsch als Saisonkennzeichen.
  5. Optional: Tempo-100-Plakette beantragen — wenn Zugfahrzeug und Anhänger die Voraussetzungen erfüllen.
Häufige Fragen

FAQ: eVB-Nummer für Wohnmobil und Anhänger

Ist mein Anhänger über das Auto mitversichert?
Nur teilweise. Die Kfz-Haftpflicht des Zugfahrzeugs deckt Schäden durch den Anhänger, solange er angekuppelt ist und im Gespann gefahren wird. Steht der Anhänger abgekuppelt — etwa auf einem Parkplatz oder Gefälle — greift stattdessen die eigene Anhänger-Haftpflicht. Und für die Zulassung des Anhängers verlangt die Behörde ohnehin eine eigene eVB-Nummer, die nur aus einer eigenen Anhänger-Police stammen kann. Kurz: Fahren im Gespann ist mit abgedeckt, versicherungs- und zulassungsrechtlich bleibt der Anhänger aber ein eigenständiges Fahrzeug.
Braucht ein 750-kg-Anhänger eine eigene eVB-Nummer?
Ja — sobald der Anhänger zulassungspflichtig ist und ein eigenes Kennzeichen bekommt, und das ist bei üblichen privaten Anhängern der Fall. Das zulässige Gesamtgewicht von 750 kg spielt für die Frage der Zulassungspflicht keine Rolle; es entscheidet nur über Dinge wie die Bremsanlage oder welche Führerscheinklasse Sie brauchen. Ausgenommen sind lediglich bestimmte land- und forstwirtschaftliche Anhänger. Die gute Nachricht: Die Anhänger-Haftpflicht ist günstig, und die eVB-Nummer kommt nach dem Abschluss in der Regel sofort per E-Mail.
Kann ich Wohnmobil und Anhänger im selben Rechner vergleichen?
Im Kfz-Versicherungsrechner wählen Sie zunächst die Fahrzeugart — Wohnmobile lassen sich dort in der Regel direkt vergleichen. Bei reinen Anhänger-Haftpflichtpolicen ist das Angebot in Vergleichsrechnern teils eingeschränkt: Manche Versicherer bieten die Anhänger-Police nur direkt auf ihrer Website oder als Ergänzung zum bestehenden Kfz-Vertrag an. Es kann sich daher lohnen, für den Anhänger zusätzlich beim Versicherer Ihres Zugfahrzeugs nachzufragen — oft gibt es dort unkomplizierte Kombi-Angebote.
Gilt für Wohnmobile das Saisonkennzeichen?
Ja — Wohnmobile gehören sogar zu den typischen Saisonkennzeichen-Fahrzeugen. Sie legen bei der Zulassung einen Zeitraum zwischen 2 und 11 Monaten fest (z. B. April bis Oktober) und zahlen Versicherung und Kfz-Steuer nur für diese Monate. Außerhalb der Saison darf das Wohnmobil nicht auf öffentlichen Straßen gefahren oder abgestellt werden. Die eVB-Nummer brauchen Sie für die Saisonzulassung genauso wie für eine ganzjährige Zulassung — Details lesen Sie in unserem Ratgeber zum Saisonkennzeichen.
Was kostet eine Anhänger-Versicherung ungefähr?
Die reine Anhänger-Haftpflicht ist eine der günstigsten Kfz-Policen überhaupt: Je nach Anbieter, Anhängertyp und zulässigem Gesamtgewicht liegt sie meist bei einem zweistelligen Euro-Betrag pro Jahr — das ist eine Marktspanne, kein Festpreis. Teurer wird es, wenn Sie eine Teil- oder Vollkasko ergänzen, etwa gegen Diebstahl bei Wohnwagen, Pferde- oder Bootsanhängern. Den konkreten Beitrag für Ihren Anhänger nennt Ihnen der jeweilige Versicherer nach Eingabe der Fahrzeugdaten.
Wie schnell bekomme ich die eVB-Nummer?
In der Regel sofort: Nach dem Online-Abschluss der Haftpflicht für Wohnmobil oder Anhänger verschickt der Versicherer die 7-stellige eVB-Nummer meist innerhalb weniger Minuten per E-Mail, oft zusätzlich per SMS. Gleichzeitig wird sie elektronisch an das zentrale System übermittelt, aus dem die Zulassungsstelle sie abruft. Sie können also noch am selben Tag zur Behörde gehen oder die Zulassung online per i-Kfz starten — sofern alle übrigen Unterlagen vollständig sind.

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